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„Ds alta Bärghuus isch mitte Abrelä 1933 vo dä Brüeder Fritz u Gottlieb
Bärtschi vo Fritz Hari erworbä wordä. Liider isch dr Gottlieb scho gli arä
schwerä Chrankhiit gstorbä. Im 1938 het duä dr Fritz d’Erika Freidig
ghüratä. Denn hets da natürlig no kis fliessends Wasser gka!
D’Mueter Bärtschi het ging zum Härdöpfelbrunnä mit dr Wäschbärä
müesse ga d’Wäsch schwechä!

Ds Wasser isch dert ds ganze Jahr uber 4 Grad! Im Frühelig isch ds
Wasser vor Schneeschmelzi höis cho. Das d’Chind vo Bärtschis vor
em vile Wasser hei Respäkt übercho, het si d’ Mueter äs mal churz i
Härdöpfelbrunnä toucht. Du hi si du besser ufpasst.

Im 1959 bin ig ids altä Bärghuus ga schaffe. O ig bi mit em Annerösi
(Hansuelis Schweschter) mit dr Wäschbärä ga Lintüecher schwechä.
We mä oppä zäh flätschnassi Lintüecher het uf dr Bärä ka, het ma die
Lascht chum möge trage. U ds Wasser isch chalt gsi.
Speter (1963) het ma äs Handpümpi igrichtet u het ds chalt Wasser
ids Bärghus id Chuchi pumpet. Das isch scho ä grossi Erliechterig gsi.
Het mä doch vorhär ds Wasser i dr Brenntä müesse trage.

Im 1967, wo mier i ds nüä Bärghuus si zogä, isch es due
ringer gangä! I welti die Zyt im alte Hus aber nät missä.
D’ Erinnerig isch schö u erhaltet!“

Erny Bärtschi-Moser 

Übrigens: Dr Härdöpfelbrunnä hisst so, will d’Quellä so sprudlet
als ob ma Gschwellti Häbeni teti choche.


Beim Wäsche waschen.Das alte Berghaus

Das alte Berghaus wurde Mitte April 1933 von den Gebrüdern
Fritz und Gottlieb Bärtschi von Fritz Hari erworben. Leider verstarb
Gottlieb Bärtschi schon bald an einer schweren Krankheit.
Im Jahr 1938 heiratete Fritz Bärtschi Erika Freidig.
Damals gab es natürlich noch kein fliessendes Wasser im Haus.
Mutter Bärtschi musste immer mit der Waschbahre zum
Härdöpfelbrunne gehen, um dort die Wäsche zu schwenken.

Das Wasser ist dort das ganze Jahr um die 4 Grad kalt.
Im Frühling wenn die Schneeschmelze im Gang war, kam das
Wasser sehr hoch. Um den Kindern Respekt vor dem
Wasser zu lehren, tauchte Mutter Bärtschi ihre Kinder in
den eiskalten Härdöpfelbrunne zur Abschreckung.

1959 kam Erny Bärtschi auf die Engstligenalp, um im Berghaus zu
arbeiten. Auch sie musste oft mit Annerösi (Hansuelis Schwester)
die Waschbahre zur Quelle tragen, um dort die Leintücher zu
schwenken. Oft hatten sie um die 30 Kilo nasse Leintücher auf der
Bahre und konnten die schwere Last kaum schleppen.

Später (1963) wurde dann eine Handpumpe installiert, um das
Wasser in die Küche vom Berghaus zu pumpen. Das war eine grosse
Erleichterung, da man vorher das Wasser jeden Tag in grossen
Behältern auf dem Rücken ins Haus tragen musste.

1967 zogen Bärtschis ins neu gebaute Berghaus. Seit rund 40 Jahren bis Oktober 2014
bewirteten Hansueli und Erny Bärtschi-Moser ihre Gäste im Berghaus.

Vieles hat sich seit damals geändert, dennoch erinnern sie sich gerne
an die Zeit, damals als man das Wasser noch von Hand ins
Haus schleppen musste…..

Übrigens: Die Quelle heisst Härdöpfelbrunne weil sie so sprudelt,
wie wenn man Pellkartoffel kochen würde.